Was ist die Petö-Therapie?

Die konduktive Therapie nach Petö ist eine umfassende Methode, um Bewegungsstörungen deren Ursache in einer Hirnschädigung liegt zu behandeln. Der Neurologe, Psychiater und Pädagoge Andras Petö glaubte das die Plastizität des Gehirns eine Kompensation der Hirnschädigung ermöglichen kann. Während Orthopäden, Logopäden oder Ergotherapeuten einzelne Fehler der Bewegungs-, Sprach- oder Sinnesorgane behandeln, versucht Petö mit seiner Therapie die Aktivität des Einzelnen im Gesamten zu fördern.

Sowohl aus ärztlicher Sicht als auch von Seite der Krankenkassen ist die Petö-Methode in Ungarn anerkannt und dort in das Gesundheitswesen integriert.
Das Spezifische der konduktiven Erziehung liegt in ihrem ganzheitlichen Ansatz“, so Ildiko Kozma, Professorin und Direktorin des Petö-Instituts in Budapest. Doch genau darin liegt auch das Problem, das deutsche Krankenkassen mit dieser Therapie und deren Anerkennung haben, denn nach deutschem Verständnis fehlt es an einer eindeutigen Klassifizierung. Was ist die Petö-Therapie?
Eine ärztliche Behandlung, ein Trainingsprogramm oder eine Form der Heilpädagogik? Wir können dieses Frage nicht eindeutig beantworten, wissen aber von vielen Kindern, die bemerkenswerte Fortschritte mit dieser Therapie erzielt haben.  In Deutschland setzt sich seit 1994 der Verein FortSchritt für die Verbreitung der Konduktiven Förderung nach Petö ein. Im Februar hat Aktion Hilfe für Kinder die Petö-Therapie für zwei kleine Patienten teilfinanziert.