Lesen lernen mit Entwicklungsverzögerung

Man wünscht sich für jedes Kind, ob ohne oder mit Entwicklungsverzögerung, dass es möglichst normal aufwächst und neben den Grundfähigkeiten, auch das Lesen, Schreiben und Rechnen erlernt.

Kinder mit der Diagnose Entwicklungsverzögerung oder geistige Behinderung benötigen eine Menge Ermutigung, wenn es darum geht das Lesen zu erlernen, schon allein das Erkennen der einzelnen Buchstaben kann zur Herausforderung werden. Buchstabenkombinationen ergeben, leider auch nicht zwangsläufig ein lesbares Wort. Nur erfahrene Leser wissen, dass „mein Freund“ – „main Froind“ ausgesprochen wird, weil wir automatisch einzelne Buchstaben in Laute übertragen.

Kinder mit einer Leseschwäche, die in der Schule kaum noch mitkommen, werden in der Hasenschule deshalb mit einer besonderen Methode an das Lesen herangeführt. Bei dem in der Hasenschule eingesetzten Lehrwerk zum Lesenlernen handelt es sich um ein von der Gründerin Katrin Rabanus entwickeltes Programm.  Jedem Laut eines Buchstabens ist eine Lautgebärde zugeordnet, die bei der Rabanus-Methode „Fingerzeichen“ genannt wird. Die Fingerzeichen werden als einfache Gesten vor dem Gesicht gebildet, während der jeweilige Laut gleichzeitig gesprochen wird. Die Methode baut darauf auf, dass sich Gelerntes besser im Gedächtnis verfestigt, wenn parallel mehrere Sinneskanäle angesprochen werden und das Gelernte in unterschiedlichen Gedächtnisbereichen abgelegt und miteinander verknüpft wird.

Seit über 30 Jahren haben Kinder nach dieser Methode das Lesen gelernt. Aktion Hilfe für Kinder sieht für die vierzehnjährige Julie eine Möglichkeit über diesem Weg das Lesen zu erlernen. Sie hat eine kombinierte Entwicklungsstörung der Sprache und Motorik und beherrscht bisher nur leichte Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben. Ihr größter Wunsch ist es sich über diese Lernmethode zu verbessern.
Gerne unterstützen wir Julie bei der Finanzierung des Unterrichts und drücken Ihr ganz fest die Daumen für Ihr Vorhaben!